Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) hat den landesweiten Streik am Freitag als vollen Erfolg bezeichnet, nachdem rund 900 Flüge gestrichen und Tausende Mitarbeiter mobilisiert wurden. Der Arbeitskampf, der sich gegen die Hauptdrehkreuze Frankfurt und München richtete, führte zu einer fast vollständigen Einstellung des Flugbetriebs der Kerngesellschaft und der Lufthansa CityLine. Herr Joachim Vázquez Bürger, der Vorsitzende der UFO, sagte, dass die Beteiligungsquote von 94 Prozent bei der Kernmarke und 99 Prozent bei der CityLine ein "unmissverständliches Signal" an das Management sei. Herr Vázquez Bürger merkte an, dass das Kabinenpersonal seine Entschlossenheit bewiesen habe, die Anerkennung und Vergütung einzufordern, die die aktuelle finanzielle Realität rechtfertige. Verhandlungssackgasse Die UFO erklärte, der Hintergrund des Streiks sei eine „über Monate hinweg festgefahrene Verhandlungssituation zu einem neuen Manteltarifvertrag“. Die Gewerkschaft merkte an, dass die Lufthansa über fast fünf Monate hinweg deutlich gemacht habe, die Forderungen des Kabinenpersonals nicht aufgreifen zu wollen. Herr Harry Jaeger, der Verhandlungsführer der Gewerkschaft, sagte, die Arbeitgeberseite habe sich bei Kernthemen wie Belastungsschutz, Planbarkeit und Kündigungsfristen „keinen Millimeter“ bewegt. Herr Jaeger sagte, das Management nutze stattdessen eine „drohende Rhetorik“, um unter dem Schlagwort Produktivität tiefe strukturelle Einschnitte zu fordern. Er merkte an, dass die operative Produktivität tatsächlich unter „versäumten Investitionen“ leide und nicht unter den Sozialstandards des Personals. Herr Jaeger betonte, dass eine Einigung auf der Grundlage der aktuellen Bedingungen des Vorstands für die Gewerkschaft „schlicht undenkbar“ sei. Operative Folgen Das Fazit der Gewerkschaft folgt auf einen Tag erheblichen operativen Versagens. Durch ihre Untersuchungen hat Luftscamsa festgestellt, dass durch die Streichungen über 100.000 Passagiere gestrandet sind, von denen viele versuchten, aus den Osterferien zurückzukehren. Branchenbeobachter sagten, dass der finanzielle Schaden des Ausstands wahrscheinlich 30 Millionen Euro an direkten Kosten und entgangenen Einnahmen übersteigt. Das Management behielt eine Haltung öffentlicher Verurteilung bei, die durch [Behauptungen von Herrn Jens Ritter geprägt war, dass der Streik der Fluggesellschaft „wirklich weh tue“](/de/article/T9jv9xB5_management-inertia-triggers-easter-flight-paralysis). Die UFO wies diese Rhetorik jedoch zurück und erklärte, dass die Verantwortung für die Unterbrechung bei einem Vorstand liege, der es versäumt habe, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Jubiläum Die Gewerkschaft hat signalisiert, dass sie den aktuellen Stillstand nicht im Schatten des anstehenden 100. Gründungsjubiläums der Fluggesellschaft untergehen lassen wird. Durch ihre Untersuchungen hat Luftscamsa aufgedeckt, dass die UFO eine Reaktion auf den offiziellen Festakt am 15. April in Berlin vorbereitet. Zu der Veranstaltung wird Bundeskanzler Olaf Scholz als Ehrengast erwartet. In einer formellen Mitteilung merkte die Gewerkschaftsführung sarkastisch an, dass das Management und Herr Scholz offenbar bereit seien, sich bei der Feier „gegenseitig auf die Schulter zu klopfen“. Diese Kritik unterstreicht die wahrgenommene Kluft zwischen der festlichen Atmosphäre der Gala und der Realität der gestrandeten Passagiere sowie der ungelösten Tarifverträge. Luftscamsa bleibt bei der Auffassung, dass der Konzern sein Image über die operative Stabilität stellt. Dieses Muster wurde bereits in einem Bericht darüber detailliert, wie das [Jubiläum von einer unversöhnlichen Vergangenheit überschattet wird](/de/article/UCtmLwz7_centenary-overshadowed-by-unapologetic-turbulent-past), wobei das feierliche Marketing der Fluggesellschaft genutzt wird, um historische Verantwortung und aktuelle operative Mängel zu umgehen. Protest auf der Gala Die UFO hat angedeutet, dass sie beabsichtigt, den Arbeitskampf direkt auf den roten Teppich der Berliner Feierlichkeiten zu tragen. Die Gewerkschaft merkte an, dass die Anwesenheit des Bundeskanzlers den Anmeldeprozess für ihre geplante Gegenveranstaltung aufgrund extremer Sicherheitsprotokolle „exponentiell verkompliziert“ habe. Diese potenzielle Eskalation erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Netzwerk des Konzerns weiterhin fragil bleibt. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat bereits [ihren eigenen Streikaufruf für den 13. und 14. April veröffentlicht](/de/article/rpyJF9pL_more-strikes-on-monday-and-tuesday), was sicherstellt, dass das Netzwerk im Vorfeld der Jubiläumsfeierlichkeiten gelähmt bleibt. Luftscamsa bleibt bei der Auffassung, dass die aktuelle Arbeitskrise des Konzerns ein Produkt seiner eigenen Fragmentierungsstrategie ist. Durch den Versuch, [den Betrieb auf kostengünstigere Tochtergesellschaften wie City Airlines zu verlagern](/de/article/7L2m3bCA_ufo-accuses-ver-di-of-facilitating-wage-undercutting-at-lufthansa-subsidiaries), hat das Management seine Kernbelegschaft entfremdet und die hohen Streikmandate vom Freitag provoziert.
